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    Montag, 24. Juni 2024, 5:05 Uhr
    Montag, 24. Juni 2024, 5:05 Uhr
    (Wdh.06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05, 18:05)

    Kontrafunk aktuell vom 24. Juni 2024

    Andreas Peter im Gespräch mit Susanne Heger, Roger Letsch und Fritz Söllner – Kontrafunk-Kommentar: Martina Binnig
    • Im Berliner Politbetrieb spielen Verantwortung und Konsequenzen keine Rolle mehr. Zeit für eine Abrechnung: Soeben ist das Buch „Die Moralapostel – Zerstörung eines Exportweltmeisters“ erschienen. Autor Prof. Fritz Söllner, Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre an der TU Ilmenau, ist bei uns zu Gast. Im Gespräch mit unserer USA-Korrespondentin Susanne Heger geht es um das bevorstehende erste Rededuell zwischen US-Präsident Joe Biden und seinem Herausforderer, Ex-Präsident Donald Trump. Der freie Blogger Roger Letsch analysiert den neuen Fetisch deutscher Politik, das CO₂. Und Martina Binnig kommentiert die Nachhaltigkeitsstrategie der deutschen Bundesregierung.

    • Kontrafunk im Gespräch mit Susanne Heger

      Biden neben der Spur

    • Kontrafunk im Gespräch mit Fritz Söllner

      Die Moralapostel und die Zerstörung eines Exportweltmeisters

    • Kontrafunk aktuell im Gespräch mit Roger Letsch

      Die neue Währung CO2

    • Kontrafunk-Kommentar von Martina Binnig

      Nachhaltigkeitskonzept und Agenda 2030

      Wer bislang davon ausgegangen ist, dass sich politische Entscheidungen in Deutschland vor allem am Grundgesetz messen lassen müssen, wird durch den aktuellen Entwurf der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie eines Besseren belehrt. Hier ist nämlich klipp und klar zu lesen, dass als Richtschnur für die gesamte Politikgestaltung der Bundesregierung künftig die Agenda 2030 dienen soll. Dreh- und Angelpunkt der Agenda 2030, die von den Vereinten Nationen bereits im September 2015 beschlossen wurde, ist der Kampf gegen den „menschengemachten Klimawandel“. Daher verpflichteten sich die Vereinten Nationen vor nunmehr fast neun Jahren zu einer umfassenden Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft und versprachen, die Art und Weise, in der Güter und Dienstleistungen produziert und konsumiert werden, grundlegend zu verändern. Als Vision schwebte ihnen dabei eine Welt vor, die im Jahr 2030 „frei von Armut, Hunger, Krankheit und Not“ sein soll. Dieser Größenwahn ist jedoch weniger auf die UN-Mitgliedstaaten zurückzuführen als auf die sogenannten Stakeholder: vor allem auf global agierende Konzerne, Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen, die im Hochrangigen Politischen Forum für Nachhaltige Entwicklung involviert sind – einer Nachfolgeorganisation der UN-Nachhaltigkeitskommission. Und hier wird es kriminell. Denn diesen Stakeholdern geht es natürlich nicht um reine Menschenfreundlichkeit, sondern in erster Linie um ihren eigenen Profit.

      Schließlich eröffnet die globale Vermarktung beispielsweise von Laborfleisch oder von mRNA-„Impfstoffen“ neue lukrative Geschäftsfelder und kann gleichzeitig als Erfüllung der Nachhaltigkeitsziele zwei („Kein Hunger“) und drei („Gesundheit und Wohlergehen“) verkauft werden. Etwaige Impfschäden oder die Zerstörung der Landwirtschaft werden dabei kaltblütig einkalkuliert. Ähnlich skrupellos wird in der Agenda 2030 das Jahr 2015 mit dem Jahr 1945 verglichen, dem Gründungsjahr der Vereinten Nationen, die für sich in Anspruch nehmen, auf den Trümmern von Krieg und Zwietracht die Werte des Friedens, des Dialogs und der internationalen Zusammenarbeit geformt zu haben. In Wahrheit lag die Welt im Jahr 2015 aber keineswegs in Trümmern. Ganz im Gegenteil: Die weltweite Armut etwa hatte kontinuierlich abgenommen und stieg erst wieder durch die fatalen Corona-Maßnahmen an, die ausgerechnet von einer UN-Sonderorganisation – nämlich der Weltgesundheitsorganisation – orchestriert wurden. Unterstützt wird die Agenda 2030 von den üblichen Verdächtigen wie dem Weltwirtschaftsforum, der Weltbank, dem Internationalen Währungsfonds, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der Gates-Stiftung, der Rockefeller Foundation und dem Wellcome Trust. 

      Neu an der von der Bundesregierung am 3. Juni vorgestellten Fassung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie ist nun, dass darin unverblümt die komplette Ausrichtung aller Politikfelder auf die Agenda 2030 zugesichert wird. Über hundert Mal wird in dem 151 Seiten umfassenden Text die Agenda 2030 genannt. Dieser totalitäre Ansatz findet sich in keiner vorhergehenden Version der Nachhaltigkeitsstrategie, die erstmals 2002 veröffentlicht wurde und seitdem alle vier Jahre aktualisiert wird. Noch bis zum 26. Juli können allerdings alle Bürger sowie „Akteure aus Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft“ Stellungnahmen zu den Kapiteln der sogenannten Dialogfassung abgeben, die dann Ende des Jahres beschlossen werden soll. Anzumerken gäbe es genug. Allein schon das Eingeständnis der Bundesregierung, ausdrücklich nicht zuerst den Bürgern, sondern der Umsetzung der Agenda 2030 dienen zu wollen, ist skandalös. Denn wann hätten die Bürger jemals ihr Einverständnis dafür gegeben? Nachhaltig an der neuen Nachhaltigkeitsstrategie ist nur eins: die massive Zerstörungswut, mit der die vollständige Dekarbonisierung aller Lebensbereiche vorangetrieben wird.

    Kommentare
    Sten
    Der Name "Kennedy" ist ja bereits gefallen. Vielleicht könnte uns die geschätzte Frau Heger mal etwas über RFK Jr. berichten. Diesen unabhängigen Kandidaten versuchen die Dems sowie CNN & Konsorten krampfhaft unter der Decke zu halten und zu ignorieren. Dieser Kerl bringt allerdings Eigenschaften mit, von denen die anderen beiden nur Träumen können - und viele junge Wähler schätzen ihn.
    Siehe hier https://whoisbobbykennedy.com/
    und hier https://www.kennedy24.com/

    Steff82
    Thema Joe Biden:
    Ist ausgeschlossen, dass er nicht ab und an ein gutes Double hat? Oder wenn die State of the Union ausschließlich per TV übertragen wurde, würde ich Hilfe per KI nicht ausschließen...

    Ulric
    Der Artikel von Roger Letsch auf seinem Blog unbesorgt.de ist wirklich hervorragend.
    Was mir noch fehlt, ist 1. eine Funktionsbeschr eibung des CO2 Zertifikate-Systems, 2. eine Darstellung der gesamten bisher gehandelten CO2 Zertifikate; vielleicht auch nur für Deutschland, sonst wird es zu unübersichtli ch. Die verrechneten 7.7 Mio Tonnen CO2 kommen mir sehr wenig vor; bestenfalls als Spitze eines Eisberges.
    Leider erinnere ich mich nur lückenhaft an folgendes: Vor vielleicht 15 Jahren hatte ich die Möglichkeit, für ein Industrie-Projekt dessen CO2-Kompensations-Projekte in einer Liste (mit Links) ansehen zu können. Das war etwa 1 Dutzend. Nach der Lektüre konnte ich die wie folgt einteilen: 1/4 war tatsächlich technische Energieeinsparu ng nach einer Investition; 1/4 hatte etwas mit Wald und Bepflanzung zu tun; und die Hälfte waren Projekte von Instituten, die angaben, zur Einsparung von Energie/CO2 zu forschen (= also noch weit weg von Wirksamkeit zu sein) Also damals schon war die den Zertifikaten zugrundeliegend e CO2-Einsparung nicht nur gering, sondern auch spekulativ.
    Wegen der schon damals absehbaren Begrenztheit von CO2-Reduktionsmaßnahmen ist es nicht unwahrscheinlic h, daß die Erfinder der CO2-Zertifikate auch betrügerische/illusionäre Projekte akzeptieren wollten.

    Steff82
    CO2 Zertifikate waren von Anfang an ein betrügerisches Ablasshandel-System, um den Menschen das Geld aus den Taschen zu ziehen.

    Die Rolle des CO2 in Sachen Klimawandel ist nämlich strittig, ebenso der menschliche Anteil dessen und davon der Anteil der eingesparten Emissionen. Und was Zertifikate da helfen sollen? Naja, vielleicht Menschen wie Elon Musk zu Reichtum verhelfen. Der Natur ist damit nicht geholfen, den Menschen noch weniger.

    Es ist einer der größten Betrügereien unserer Zeit.

    Yogi
    Susanne Hegers Kommentare aus Florida sind zwar erfrischend und informativ, aber sie sollte sich doch mehr um neutralen Journalismus bemühen. Wir wollen doch nicht die gleichen Fehler machen, die wir den Öffentlich-Rechtlichen vorwerfen.
    Ulric
    Yogi, ich kenne auch keinen, der wie Susanne Heger so erfrischend und informativ berichtet. Man müßte noch hinzufügen: lebendig und ungekünstelt. Daß dabei ihre politischen Preferenzen durchschimmern, ist doch mit den geskripteten und mit redaktionellen Sprachregelunge n abgeglichenen Beiträgen der 'ÖR' überhaupt nicht zu vergleichen. Und bei den 'ÖR' muß man auch auf handfeste Unwahrheiten und Verschweigungen gefaßt sein. Undenkbar für eine Susanne Heger.

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