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    Mittwoch, 19. Juni 2024, 5:05 Uhr
    Mittwoch, 19. Juni 2024, 5:05 Uhr
    (Wdh.06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05, 18:05)

    Kontrafunk aktuell vom 19. Juni 2024

    Gernot Danowski im Gespräch mit Ralph Schöllhammer, Marcus Fuchs und M. Hikmat – Kontrafunk-Kommentar: Markus Vahlefeld
    • In der österreichischen Politik ist ordentlich was los: Anfang der Woche standen ÖVP und Grüne kurz vor einem Koalitionsbruch. Anlass war die Zustimmung der grünen Umweltministerin Gewessler zum Renaturierungsgesetz der EU. Über den Fall und die Auswirkungen auf die Innenpolitik sprechen wir mit dem österreichischen Politikwissenschaftler Ralph Schoellhammer. Mit dem Islamwissenschaftler M. Hikmat nähern wir uns dem Thema, ob es überhaupt einen gemäßigten Islam gibt. Am Landgericht Dresden ist der Prozess gegen die sächsische Ärztin Bianca Witzschel zu Ende gegangen. Sie wurde wegen beanstandeter Corona-Atteste zu zwei Jahren und acht Monaten verurteilt. Wir sprechen mit dem Prozessbeobachter Marcus Fuchs. Und von Markus Vahlefeld hören Sie den Kommentar des Tages zur Empörung über die Ereignisse in Grevesmühlen.

    • Kontrafunk im Gespräch mit Ralph Schöllhammer

      Koalition in Österreich vor dem Aus

    • Kontrafunk im Gespräch mit M. Hikmat

      Gibt es einen gemässigten Islam?

    • Kontrafunk aktuell im Gespräch mit Marcus Fuchs

      Urteil gegen Frau Dr. Witzschel wegen Maskenattesten

    • Kontrafunk-Kommentar von Markus Vahlefeld

      Rassismus-Skandal

       


      Fast hätte es geklappt! Pünktlich zum neu geplanten Sommermärchen, das bundesweit Hunderttausende europäische Gäste anlocken und friedlich, freundlich und vor allem vielfältig ablaufen soll – ich spreche von der Fußball-Europameisterschaft 2024 –, hat Deutschland wieder einen Rassismus-Skandal. Mindestens so schlimm wie die Hetzjagden in Chemnitz und natürlich im Osten der Republik, in Mecklenburg-Vorpommern. Ein junges ghanaisches Mädchen soll von – natürlich – ostdeutschen Jugendlichen ins Gesicht getreten und schwer verletzt worden sein. Die politische Klasse vereint in heller Empörung, die mecklenburg-vorpommernsche Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, SPD, ist sofort „entsetzt über den brutalen Angriff“ und spricht das Machtwort zum Sonntag: „Wir dürfen nicht zulassen, dass Hass und Hetze unsere Gesellschaft vergiften und Gewalt unsere Kinder bedroht.“ Ihre Parteikollegin Nancy Faeser, Innenministerin und so etwas wie die Heilige Johanna der Schlachthöfe gegen rechts, ist selbstredend ebenfalls empört und diagnostiziert „dumpfen Hass und unfassbare Unmenschlichkeit“. Denn merke: Wenn die Deutschen sich freudig gerieren – und sei es nur aus Identifikation mit der Fußball-Nationalmannschaft –, dann muss man sie flugs an ihr Nazi-Rassisten-Gen erinnern. Und da kommen Meldungen über kleine ghanaische Mädchen, denen Deutsche ins Gesicht getreten haben sollen, gerade recht. Nur: Die Wahrheit ist mal wieder eine ganz andere, und genau das verbindet das mecklenburg-vorpommernsche Grevesmühlen mit Chemnitz. Die Geschichte ist schlicht nicht haltbar. Dass es letzte Woche in Grevesmühlen eine Auseinandersetzung zwischen halbstarken Jugendlichen und einem ghanaischen Ehepaar samt Kindern gegeben hat, ist unstrittig. 

      Aber weder wurde dem kleinen Mädchen ins Gesicht getreten noch war es verletzt, und schon gar nicht musste es ins Krankenhaus eingeliefert werden. Aber genau so stand es im Polizeibericht vom 15. Juni, der für bundesweites Aufsehen sorgte. Drei Tage später nimmt die Polizei diese Meldung dann zurück. Aber da ist sie bereits in der Welt, von „Tagesschau“ bis „Nordkurier“ hoch und runter empört worden, und der gemeine Deutsche ist sich wieder sicher, dass es nichts Wichtigeres gäbe als den „Kampf gegen rechts“. Warum aber bläst die Polizei eine derart unhaltbare Schilderung der Ereignisse erst raus? Selbst wenn man Missverständnisse und Zeitdruck unterstellt, so liegt doch der Verdacht nahe, dass die Nachfrage nach derartigen Ereignissen ungemein hoch ist. Und die Polizei bedient dann diese Nachfrage. Dass die Polizei jedoch Meldungen, die in den Augen der tonangebenden Klasse eben nicht erwünscht sind, auch unterdrückt, wird an einem neuen alten Fall in Mannheim deutlich. Dem Vernehmen nach wartete eine Gruppe, bewaffnet mit Messern, vor einem Krankenhaus auf einen Mann, der dort bereits vorher wegen Schnittverletzungen behandelt worden war. Als dieser am Abend das Krankenhaus wieder verließ, wurde er angegriffen und schwer verletzt. Das war ein Tag vor dem Attentat auf Michael Stürzenberger, und die Polizei hielt diese Meldung vierzehn Tage unter Verschluss. Eine Krankenhausmitarbeiterin war dabei ebenfalls verletzt worden. Auch nach der Meldung von dem Afghanen, der während des Eröffnungsspiels der EM in Magdeburg mehrere Feiernde mit einem Messer schwer verletzte, bestand wenig Nachfrage. 

      Da kam der ganz, ganz sicher rassistische Zwischenfall aus Grevesmühlen gerade recht. Zwingend für eine funktionierende Gewaltenteilung ist jedoch, dass die Polizei ihre Berichte nicht nach Bedürftigkeit der tonangebenden Klasse verfasst, sondern nach dem, was wirklich war. Und da scheitert die Polizei regelmäßig, weil am Ende die Polizeipräsidenten auch nur verlängerte Arme einer inzwischen leider verkommenen politischen Klasse geworden sind. Die Unabhängigkeit der Exekutive, also der Polizei, und auch der Judikative, also der Richter, von der Legislative, also den Politikern, steht in Deutschland momentan gehörig unter Druck. Das liegt natürlich auch an Figuren wie der Innenministerin Nancy Faeser und dem Chef des Verfassungsschutzes Thomas Haldenwang, die ganz offenbar bereit sind, alle rechtsstaatlichen Grundsätze in ihrem berühmt-berüchtigten „Kampf gegen rechts“ zu opfern. Aber man sollte nicht meinen, dass, wenn die Faesers und Haldenwangs schließlich weg sind – und deren Tage sind zum Glück gezählt –, der Rechtsstaat wieder funktioniert. Dafür sind die ideologischen Verwerfungen, die den gesamten Apparat infiziert haben, zu groß. Das wird an dem Urteil von vorgestern gegen die Ärztin Dr. Bianca Witzschel, die wegen falscher Corona-Atteste zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt wurde, deutlich. Unser System ist von innen her verfault. Das Gefängnisurteil gegen diese Ärztin, die Patienten vor einem gefährlichen Impfstoff schützte, damit Leben rettete und ganz sicher nie jemanden schädigte, wurde übrigens von einem Richter gesprochen, der noch wenige Monate zuvor einen Vergewaltiger nur zu einer Bewährungsstrafe verurteilt hatte. Die herrschende Meinung ist immer die Meinung der Herrschenden, und die wird natürlich auch von Polizei und Justiz exekutiert.

       

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    Frerotec KG

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    Kommentare
    hdt
    Das itw mit dem durch was eigentlich ausgewiesenen Herrn Hikmat war plattitüdengesättigt und geschwätzig bis zur Schmerzgrenze. Abgedroschene Popanzrhetorik ohne Ende. Z.B. das Kalifat, das in keinem Staat der islamischen Welt eine Rolle spielt, aus Aufhänger, die grauenhaften Attentate als warnendes Fanal (was die Täter vor allem beabsichtigen), da bleibt natürlich kaum Raum für eine auf Erfahrung und realen Begegnungen basierende Betrachtung. „Der Islam hat noch nie ohne Politik funktioniert“ "Einen moderaten Islam gibt es nicht." Dann aber plötzlich, nachdem das Thema gescheiterter Pädagogik rasch erledigt wurde: "Es gibt moderate Muslime (woran erkennt man sie?), sie bilden eine Mehrheit, aber die haben es schwer." - "Diese moderaten Muslime müssen manchmal unter Polizeischutz leben. Warum? Weil sie Themen ansprechen, die unangenehm sind und die radikalen Muslime sind immer da. Man muss nicht einmal von Extremisten sprechen, sondern es sind manchmal Einzeltäter, es sind manchmal eine kleine Gruppe, manchmal eine große Gruppe. Was sie alle verbindet ist die Einstellung, sind die Ziele, der Islam.“ Ja manchmal gibt es Dinge. Und natürlich fehlt nicht der Hinweis auf die Geschwindigkeit der Radikalisierung , die den Blutdruck von VS-Beamten höher schlagen lässt. Was für ein Dampfplauderer! Bitte kehrt zurück zur gewohnten Qualität!
    Versteylen
    Geh lieber wieder beten, Mo - das kannste sicherlich besser als Gespräche von Erwachsenen beurteilen.
    Exilant
    Wirklich unfaßbares Leid was dieser Ärztin angetan worden ist. Und die Geschichte ist noch nicht am Ende. Allein der Schmerz der Trennung von ihrem Hund, der während der langen U-Haft verstarb, kann nur ermessen, wer selbst ein Tier besitzt. Was ich Richter und Staatsanwalt an den Hals wünsche muß ich hier nicht ausführen. Die Zeiten ändern sich schneller als man denkt.
    Kantapperkantapper
    Ogottogottogott , ja der Hund, der Hund!
    Wäre der nicht gestorben, ha, der hätte Frau Witzschel garantiert aus dem Knast rausgehau’n, wa?
    Hunde sind ja die besseren Menschen, denken manche Hirne tatsächlich ...

    Exilant
    Vielleicht sollten Sie nicht schon am frühen Nachmittag zur Flasche greifen. Frau Dr. W ist das Opfer eines Justizskandals. Sie hat mehr als eineinhalb Jahre in Untersuchungsha ft gesessen. Und Sie finden das lustig und komisch. Möglicherwei se ist da was dran, denn so wie Sie sich offenbaren hätten Sie in einer ähnlichen Lage keinen Menschen, der Sie vermißt, nicht mal einen Hund.
    Kantapperkantapper
    War zwar nicht meine Absicht, Sie ins von Ihnen daselbst gewählte Hysteron-Proteron reinrutschen zu lassen ... aber dass Sie mit Ihren - ich sage mal zurückhaltend - vor ureigenen Phantasien doch prächtig strotzenden Mutmaßungen und Unterstellungen meiner Person gegenüber zu 100% daneben liegen, wundert mich offen gestanden nicht.
    Sie haben gewonnen, Exilant. Sie sind ein echter Durchblicker.
    Also, wünschen Sie einfach mal weiter irgendwem irgendwas an dessen Hals, nur zu, und viel Spaß dabei.
    https://www.der-postillon.com/2015/03/wissenschaftlich-erwiesen-alles.html
    Wuffwuff! :-)

    Exilant
    Herrlich erfrischend dieses Interview mit Herrn Schoellhammer!


    Versteylen
    Ja, war es! Der wäre übrigens mal ein interessanterer Gast aus Österreich als immer nur dieser Gerhard Makel, denn Schoellhammer ist auch INTERNATIONAL unterwegs (perfektes Englisch!) und könnte entsprechend interessante Aspekte beitragen.
    Frank
    Mounir Hikmat bringt die Dinge um den Islam auf den Punkt. Es gibt niemals einen moderaten Islam, nur (temporär, sich anpassende) moderate Muslime. Ich frage mich, wie man mit diesen Leuten diskutieren soll, wenn ihnen Kritik verboten ist, wie Herr Hikmat zurecht ausführt. Ich habe es in 30 Jahren noch nicht geschafft. Ein Verständnis für unsere Werte ist und bleibt ihnen fremd. Hikmat: «Der Islam ist eine Weltanschauung, eine Ideologie, eine «Zivilisat ionsidee», in der die Demokratie keinen Platz habe." Besser kann man es nicht ausdrücken. Was Schweizer Regierungsräte dazu so sagen, man lese Martin Klöti im Tagblatt. Bewundernswert, wie Hikmat diesem unsäglichen Politiker widerspricht. Leider gibt es in Deutschland einen solchen Islambeauftragt en nicht und hier schnappatmet eine devote Wiedergutmachun gskultur, für die man sich nur noch schämen kann.
    Kantapperkantapper
    "Es gibt niemals einen moderaten Islam, nur (...) moderate Muslime."
    Das empfinde ich auch als die Kernaussage von Herrn Hikmat.

    Bei den "Grünen" verhält es sich übrigens kein bisschen anders.

    Dieselbe Farbe in ihren Bannern, Zerstörung und Unterwerfung stehen auf beiden Agenden - das ist schon schaurig genug.
    Das Thema "Moderate" ist zudem bei beiden "Religionen" schon bald auf ewig passé, soviel halte ich für 100%ig sicher.

    Beiden Pulverfässern gehört die Lunte abgerissen!
    Ansonsten werden wir in spätestens 20 Jahren unser Land nicht mehr wiedererkennen. Die ersten knapp zehn Jahre nach dem Merkel-Terror sind schon jetzt weit mehr als untragbar.

    Versteylen
    Es gibt doch bereits Gegenden in Deutschland, die nicht wiederzuerkenne n sind...
    Kantapperkantapper
    Könnte Ihnen Bilder von hier aus den Anfang-2000er Jahren und vergleichsweise welche von heute zeigen.
    Tonaufnahmen (Straße, Einkaufsläden o. ä.), wären ggf. auch ein echter "Spaß": Verzweifeltes Sprachenraten.
    Möchte aber keinem die restliche Woche versauen -- oder Anlass zur Schadenfreude geben ;-)

    Nur so viel: Gruß aus Istankabul-Irrakeschurundi , oder kurz "Einmannviertel+ " (Ukrainer) genannt.
    Alles so echt wunderwunderwun derschön "bunt" hier ... hier hält "einmann" zusammen ...

    Gestern Abend, am und im LIDL umme Ecke: Wie ausgestorben. Huch. What's cooking?
    Ansonsten ist doch auch da immer so ein "herrlich buntes Treiben" ...
    Drinnen: Recht gepflegtes Deutsch ist vereinzelt zu vernehmen, ein tatsächlich(!) supernettes, altzauseliges Punker-(Ehe?)Paar, und nicht der übliche, teils höllisch laute, ultranervige Quak-Mix aus Weiß-der-Teufel-von-wo-"Sprachen" in den Gängen. Fast kafkaesk anmutend kann so schön sein.
    Ach stimmt, ein bestimmtes EM-Länderspiel! Deswegen! (habe meine Frau gefragt, warum dieses Spiel nicht einfach bis 2074 weiterlaufen kann ...)
    Vorhin: D'Land gegen Ungarn, Endstand 2:0 ... Sozusagen Totenstille in der Luft.
    Sie wissen wahrscheinlich schon, was ich damit meine ...

    Das "beste Deutschland aller Zeiten" eben. Könnte kotzen, Pardon.

    (P. S.: Bin kein ängstlicher Mensch, aber mittlerweile beneide selbst ich BMU um sein Hobby)

    Versteylen
    Allerdings! Man sollte auch mal eher überlegen, einen Begriff für die Moslems, die sich von ihren Schriftem & deren Befehlen emanzipiert haben, zu finden, denn es ist ja genau umgekehrt, wie es bislang gehandhabt wird: Nicht die "Islamisten" missbrauchen die Religion für politische und invasorische Zwecke, sondern die Friedlichen tun es entgegen der "Offenbarungen" NICHT!

    Hikmat kannte ich übrigens noch gar nicht - ist er Schweizer?


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