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    Mittwoch, 12. April 2023, 6:05 Uhr
    Mittwoch, 12. April 2023, 6:05 Uhr
    (Wdh.06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05, 18:05, 22:05)

    Kontrafunk aktuell vom 12. April 2023

    Gernot Danowski im Gespräch mit Peer Ederer, Bernhard Bannasch und Manfred Haferburg – Kontrafunk-Kommentar: Frank Wahlig
    • In der Ausgabe vom 12. April geht es um die baldige Abschaltung der letzten noch laufenden Kernkraftwerke in Deutschland. Moderator Gernot Danowski spricht mit dem ehemaligen Atomkraftwerksleiter Manfred Haferburg. In Montenegro wurde kürzlich ein neuer Ministerpräsident gewählt. Was das Land ausmacht, wie es zur EU steht und was sich mit dem neuen Ministerpräsidenten ändert, das verrät Bernhard Bannasch – er war seit 2009 in zahlreichen Einsätzen im Auftrag der EU auch in Montenegro, wo er in Anti-Korruptions- und Datenschutzprojekten insgesamt über drei Monate verbracht hat. Lebensmittelexperte Prof. Dr. Peer Ederer verrät uns, warum Kühe nichts mit dem Klimawandel zu tun haben. Frank Wahlig spricht einen Kommentar zu lustigen Politikern in Deutschland, und Tim Krause hat die Medienschau für Sie aufbereitet.

    • Kontrafunk-Kommentar von Frank Wahlig

      Lustige Dinge – sau ernst

      Ta ta ta ta!

      Jetzt sollte Applaus eingespielt werden

      Eine nicht gerade filigrane Figur in Gesundheitsschuhen tritt vor Journalistenpublikum, fixiert das Mikro und redet davon, dass Zucker die Kinder dick mache, schlimm, schlecht für die Gesundheit sei und deshalb die Werbung für Süßigkeiten verboten werden müsse.

      Jetzt sollten Lacher und Applaus eingespielt werden. Wird aber nicht. Wir sind nicht auf der Kabarettbühne, sondern im Bundestag. Da witzelt kein Comedian, sondern Ricarda Lang, Parteichefin der Grünen.

      Die Journalisten schreiben brav die Botschaft mit, die Gesichter ernst. Keiner will von dem Form-Inhalt-Problem etwas wissen. Eine adipöse Person ruft zum Zuckerverzicht auf, weil Zucker dick und träge macht.

      Weil niemand sagt, wie komödiantisch dieser Auftritt ist, wird er vergessen. Das Eigentliche wird nicht Thema.

      Robert Habeck, der sanfte Mann für Wirtschaft und Sonne, besucht die Indianer. Brasilien. Die Kameras sind dabei, Journalisten natürlich auch. Er sei Häuptling, sagt der Robert, und in Deutschland habe man vor tausend Jahren alle Bäume abgehackt, er wolle wissen, wie die Indianer mit dem Wald leben. Dabei gibt es bei den Waldindianern Internet und Kartenzahlung. Die leben nicht im Wald, sondern von den Touristen. Von solchen wie Robert und den Journalisten.

      Der Besuch: eine groteske Inszenierung. Wer selbst Teil der Aufführung ist, spricht nicht darüber.

      Der Minister erzählt Unsinn, Fake News über den deutschen Waldbestand – und es wird nicht zum Thema großer Blätter und Sender.

      Es wird nicht nach Kompetenz gefragt. Ob Habeck über Pendlerpauschale oder Insolvenzen spricht, ob er von der Schönheit der Energiewende schwärmt oder vom Wunder der Wärmepumpe. Das Wärmepumpengesetz hat der Minister von einer Nichtregierungsorganisation übernommen. Copy and paste. Pures Wunschdenken ist zum Gesetz geronnen. Da werden Immobilienbesitzer verarmen. Das nützt nicht dem Klima. Wer nicht in Wärmepumpen investiert, dem droht eine Strafe, die zur persönlichen Insolvenz führen kann. Aber Insolvenz gibt es nach Habeck nicht mehr.

      Mit Habeck hat das Peter-Prinzip seine Vollendung gefunden. Der Mann hat die Spitze seines Unvermögens erreicht. Weder von seiner Ausbildung noch von seinem Können her kann er Wirtschaft für ein Industrieland. Aber er kann drohen. Wer jetzt noch eine andere Heizung einbaut, dem droht er mit so einer Verteuerung der Energie, dass er sich noch wundern werde.

      Kritische Kommentare der Medien: aber nicht doch. Von Journalisten, die die Energiewende durchrechnen etwa? Von Physikern, die widersprechen? Spott über so viel Unsinn? Habeck, das ist grüne „Screwball Comedy“ – nur lacht keiner. 

      Widerspruch von der Sozialdemokratie, welche vorgibt, Schutzmacht der kleinen Leute zu sein? 

      Über den SPD-Kanzler sagt ein Ministerpräsident, er sei ein Autist, höre nicht zu, und wenn er rede, dann so monoton, dass keiner mehr wisse, was er denn meine. Scholz rede nicht mit anderen Leuten, außer wenn er dazu gezwungen werde. Er könne keine offenen Gespräche führen. Das sagt ein Ministerpräsident über den Kanzler.

      In Hintergrundgesprächen wirkt Scholz wie die Schlange Ka aus dem Dschungelbuch. Er betäubt sein Gegenüber mit Bandwurmsätzen. Hinterher weiß niemand, was Scholz gesagt hat, aber er hat geredet. Was soll er auch sagen über seine gefährlich lustigen Minister?

      Was bleibt dem politischen Kabarett, wenn die Wirklichkeit den Spott überholt? Keiner kann das toppen.  

      Innenministerin Nancy Faeser schützt die Grenzen. Für russische Sportler bleibt die Grenze zu – wegen Putin. Für alle anderen aber offen, wegen Anspruch auf Welthumanität. Wenn in Bus und Bahn mal wieder jemand abgestochen wird, ist sie schnell mit der Lösung zur Hand. Messer sollen in Bus und Bahn verboten werden. Darauf muss man erst einmal kommen. Das zeugt von tiefem Wissen vom Leben der anderen, der Bedrohten.

      Die Angelegenheit mit dem Abstechen ist so schlimm, dass sich Lachen verbietet. Es ist ein geschmackloser Witz: dem Kabarett schon wieder die Pointe geklaut. 

      Diese Regierung muss man sich leisten wollen. Das Wahlgesetz ist geändert worden. Was kommt danach? Vielleicht die Verlängerung der rot-grünen Kabarettherrschaft ins Endlose?

      Jetzt wird ein Tusch vom Band eingespielt. Ta ta ta ta! Auftritt Lauterbach:

      Der dürre Gesundheitsminister verkündet die Ankunft der nächsten Pandemie. Sorry, Leute, Notstand, gewählt wird erst einmal nicht mehr, aber keine Sorge die Vorstellung geht weiter. Dystopisches Kabarett forever.

    Kommentare
    Segelferien
    Kontrafunk: Bitte auf Qualität achten!

    Der Prof. Ederer hat nicht die argumentative Qualität, um im Kontrafunk seinen Standpunkt darzulegen.

    Hierzu nur 3 Hinweise:

    1) Sein „Beweis“, dass Rinder keine negativen Einwirkungen aufs Klima haben können ist, dass es bereits Tiere vor den Menschen gab. Echt! Das ist sein argumentatives Niveau… Dabei völlig ausblendend, dass die Anzahl Rinder, und um diese Tiere geht es hauptsächlich, erst in den letzten 150 Jahren so enorm zugenommen hat.

    2) Menschen würden ohne Fleischkonsum krank. Was für ein Brüller, das entbehrt jeglicher Evidenz! Angesichts der Hormon- und Antibiotikabela stung des heute konsumierten Fleisches ist eher das Gegenteil naheliegend.

    3) Ohne Tierexkremente kein Pflanzenanbau. Fakt ist, dass die Jauche die Gewässer belastet (und die Luft verpestet) und auch darum vermehrt Kunstdünger eingesetzt wird. Die Pflanzen vermissen die Jauche nicht.

    Dr. Ederer verbreitet noch weiteren Unsinn und kann keines seiner Argumente mit belastbaren Daten fundieren, reine Behauptungen nur!

    Entweder hat beim Kontrafunk hier die Qualitätskontroll e bezüglich Gesprächspartner versagt, oder man wollte auf schlaue Weise die gegnerische Position (Rinder schaden dem Klima) unterstützen, indem man einen derartigen Nonvaleur sprechen lässt.

    Karen S.
    "Prof. Ederer hat nicht die argumentative Qualität, um im Kontrafunk seinen Standpunkt darzulegen."
    Ich finde doch. Denn das unterscheidet den Kontrafunk vom gleichgeschalte ten Mainstream. Hier sollen u. dürfen eben ALLE Meinungen gesagt/gehört werden.
    Und was "wissenschaftl. Studien" angeht, da gibt es immer genügend "Be - Nachweise" für beiden Argumentationen .

    Ob der Mensch krank wird, wenn er sich nur pflanzlich ernährt, wer weiß ... Fakt ist, dass der Mensch evolutionsbedin gt ein Fleischfresser ist. Ackerbau und Landwirtschaft haben sich erst später entwickelt.

    germainer
    Die eine und den anderen aus Ihrem Gruselspukschlo ß könnte ich mir auch gut als
    Pärchen vorstellen, lieber Herr Wahlig. In einem besonderen Fall sogar als eine
    Art Wiedergeburt vom Stan und von der süßen Oliver. Das wäre dann aber weniger
    Screwball - allenfalls letzteres - dafür aber ganz viel Slapstick. Aber Spaß und
    Delegitimatisie rungsversuch beiseite, leidet der große Staatenlenker doch schon
    genug unter der Ungnade seiner späten Geburt. Denn die begnadeten Komiker hätten
    es nie über ihre Herzen bringen und ihm ausschlagen können seine Bitte, in ihrem
    Bunde zu sein das Dritte (Rad am Wagen). Wieder ein Wahlig vom Feinsten. Danke!



    Huejos
    Prof. Ederer, das merkt man an manchen Kommentaren, hat wenig bis nichts an Überzeugung skraft für Gegner seiner Meinung geliefert. Man hatte den Eindruck, er holt mal schnell ein paar Bemerkungen aus dem Ärmel, die er parat hat. Sich wirklich genau mit der Problematik von Methan u. Klimawandel sowie mit Fleischernährung zu befassen, empfiehlt sich Udo Pollmer mit seinen zahlreichen, gründlich recherchierten Brotzeit-Videos. Hier eine Empfehlung zur Methangas-Problematik bzw. der völlig verqueren Ideologie der "Klimaretter" dahinter: https://www.youtube.com/watch?v=gTxb_2kMGaw
    germainer
    Sehr geehrter und geschätzter Herr Haferburg, lieber Manfred, auch wenn
    Sie sehr ruhig und gelassen klingen, relativ nüchtern und wie über den
    Dingen stehend - wissen Sie, was ich aber denke? Es gibt wohl zur Zeit
    auf der ganzen Welt keinen Menschen, der so sehr leidet, wie Sie. Oder,
    mit den Worten des Volksmunds: "Da leidet einer wie ein Hund". Herzblut,
    ick hör dir tropfen. Right?




    Chicoboy
    Das Interview mit Prof. Ederer bezüglich Tiehaltung und Umweltschutz ist einer der ganz wenigen Beiträge im Kontrafunk, wo ich denke, dass dessen Inhalt mit Vernunft und Menschenverstan d relativ wenig zu tun hat. Ganz im Gegenteil (auch wenn es so mancher nicht mehr hören kann): Würde ein Großteil der Menschen auf Tierleichenteil e als Nahrungsquelle verzichten, käme das nicht nur der Umwelt, sondern auch der menschlichen Gesundheit und vor allem den Tieren zu Gute, denn der Massentierhaltu ng, mit all ihren Grässlichkeit en, wäre die Geschäftsgrundla ge entzogen. Felder, die dann Lebensmittel für Menschen erzeugen könnten, müssten aufgrund des entstehenden Überangebot s wahrscheinlich nicht jedes Jahr bestellt werden. So würde z.B. mit der Wiedereinführung der Dreifelderwirts chaft der Boden in regelmäßigen Abständen in die Lage versetzt werden, sich natürlich zu regenerieren. Welch ein Segen für Insekten und Vögel, wären die jetzigen Agrarwüsten wieder Heimat für akribisch ausgemerzte Beikräuter (sog. Unkräuter), und die Kleinstlebewese n könnten endlich aufatmen, anstatt unter Unmengen von Gülle erbärmlich zu Grunde zu gehen zu müssen. Mir kommt der Prof. Ederer vor, als hätte er einen einen Interessenkonfl ikt und wäre Lobbyist der Fleischindustri e. Auf jeden Fall wird er mit seinem gegen das Leben gerichteten Ansatz mit Sicherheit viel Erfolg in Brüssel haben. Frau Strack-Zimmermann hätte bestimmt noch paar gute Tipps für ihn.

    Steff82
    Wer von "Tierleichenteil e" redet, disqualifiziert sich selbst als Diskutant und entlarvt sich stattdessen als radikaler Tierschützer.
    Endoro
    Liebe Kontrafunker,
    bitte modernisiert das Kommentarfeld, warum müssen dauern Wörter zerhackt werden?

    Und wenn Ihr schon mal dabei seid könntet Ihr einen Knopf einfügen, mit dem die bizarre Musik übersprunge n werden kann.

    Vielen Dank.

    Versteylen
    Welche "bizarre Musik"?!??
    Renegado
    Liebe Kontrafunker, ihr legt soviel Wert auf ein gutes Deutsch - und meist gelingt das. Sehr wohltuend im Land der Phrasendrescher , sinnfrei plappernder Völkerrechts expertinnen und der Insassen von Wokoharam. Aber das Interview zur AKW-Abschaltung war schwer erträglich. Gefühlt einhundertmal "Rückbau". Dieses Wort ist genau so sinnvoll wie "Negativwachstum ", "Ausnahmeregel" oder "Walfisch". Warum nicht einfach Abriss? Bitte macht nicht jede Mode mit. Ansonsten vielen Dank für euer tolles Programm.
    Eichwolf
    Es besteht ein wichtiger inhaltlicher Unterschied zwischen den Begriffen Rückbau und Abriss. Rückgebaut werden müssen alle Einrichtungen welche Schadstoffe beinhalten welche durch einen Abriss selbige freisetzen(Asbe st, Benzole, etc.). Ich verstehe aber ihre Intention.
    Karen S.
    Herr Prof Ederer braucht den Leuten in Brüsel garnichts erklären. Das wissen die dort alle, was er hier erzählt hat. Es geht auch nicht darum, dass Klima zu retten. Sondern darum, mit Hilfe des Märchens, vom Mensch gemachten Klimawandel, neue Märkte zu eröffnen. Ich sag nur, Silent Green.
    Karen S.
    Wenn wir jetzt wieder verstärkt Kohlekraftwerke in Betrieb nehmen, gleicht ganz Deutschland bald dem Ort Profen, zu DDR Zeiten.
    Baum
    Da kann ja irgendwas nicht stimmen, wenn Herr Ederer sagt, die Anzahl der Tiere auf den Weiden wäre schon immer dieselbe gewesen. Wenn wir Menschen nämlich, wie er sagt, unabdingbar von ausreichender tierischer Proteinzufuhr abhängig sind, dann müsste die Anzahl der Weidetiere im gleichen Verhältnis angestiegen sein, wie die Anzahl der Menschen: Von wenigen Millionen auf viele Milliarden. Eine seiner beiden Aussagen ist Quatsch!
    Steff82
    Er meinte, dass wir quasi Wildtiere durch Haustiere ersetzt haben, da wir durch unsere Ausbreitung und Städtebau die wilden Weidetiere verdrängt haben.

    Früher gab es nämlich sehr wohl mehr Wildtiere als heute.

    azi02051963
    Vielen lieben Dank für die immer wieder mir aus dem Herzen gesprochenen Kommentare von Frank Wahrlich, die treffender nicht sein könnten! Sie sind ein unverzichtbarer und wunderbarer Bestandteil des von mir täglich gehörten Kontrafunk-Radiosenders. Großes Kompliment diesem Sender! Herzlichen Dank für das Engagement all derer, die sich auf unterhaltsame, aber vor allem auch aufklärende Weise zeigen!

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