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    Mittwoch, 1. Mai 2024, 5:05 Uhr
    Mittwoch, 1. Mai 2024, 5:05 Uhr
    (Wdh.06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05, 18:05)

    Kontrafunk aktuell vom 1. Mai 2024

    Gernot Danowski im Gespräch mit Heinz Theisen, Sabine Beppler-Spahl und Gerd Held – Kontrafunk-Kommentar: Markus Vahlefeld
    • Wir schauen nach Schottland – dort hat der bisherige Regierungschef Humza Yousaf nur dreizehn Monate durchgehalten. Jetzt ist er zurückgetreten. Über die Hintergründe zum konkreten Fall und zur schottischen Politik im Allgemeinen haben wir die Journalistin Sabine Beppler-Spahl eingeladen. Wie kann sich der Westen eigentlich selbst vor den Veränderungen und Gefahren der aktuellen Zeit schützen? Der Politikwissenschaftler Prof. Heinz Theisen erörtert mit uns diese Frage – er sagt, dass der Westen nur durch Selbstbeschränkung überlebe. Am heutigen 1. Mai wollen wir außerdem über das Thema sprechen, das dem Tag den Namen gegeben hat, nämlich die Arbeit. Wie es um die Leistung und die Arbeitsmoral in Deutschland steht, das erklärt uns der Sozialwissenschaftler Dr. Gerd Held. Und was die Erderwärmung zum Mythos des 21. Jahrhunderts macht, hören Sie in einem Kommentar von Markus Vahlefeld.

    • Kontrafunk im Gespräch mit Sabine Beppler-Spahl

      Rücktritt des schottischen Regierungschefs Humza Yousaf

    • Kontrafunk im Gespräch mit Gerd Held

      Arbeit, Krise, Leistung

    • Kontrafunk aktuell im Gespräch mit Heinz Theisen

      Grenzen und der Wertewesten

    • Kontrafunk-Kommentar von Markus Vahlefeld

      Mythos des 21. Jahrhunderts

      Jedes Jahrhundert hat seine Mythen, egal, wie verbreitet der Glaube an Aufklärung, ja selbst egal, wie groß der Fortschritt ist. Der Mythos des ausgehenden 19. und 20. Jahrhunderts – also des Jahrhunderts, das technisch und wissenschaftlich unglaubliche Höhen erklommen hatte – der Mythos des 20. Jahrhunderts, so wissen wir heute, ist das, was wir mit dem Begriff Rassismus bezeichnen. Keine wissenschaftliche Fachrichtung, die nicht vom Rassismus durchdrungen war: die Biologie, die Medizin, die Völkerkunde, die Sprachwissenschaft. Wer Förderung und Reputation beanspruchte damals, der musste sich zu den Grundsätzen des Rassismus bekennen. Übrigens nicht nur in Deutschland, es war ein Phänomen, das die gesamte westliche – besser: zivilisierte – Welt durchzog. Die ungeheure Stärke des wissenschaftlichen Weltbildes, die man mit Interesselosigkeit umschreiben könnte, ist gleichzeitig seine Achillesferse. Denn wenn sich Nationen, Regierungen, wenn sich Herrschaft mit ihrem Interessenfeuer in die Wissenschaft einmischen, dann verliert Wissenschaft ihre Unschuld. „Follow the science“ ist ja in Wahrheit die Zerstörung der Wissenschaft, denn es widerspricht dem Wissenschaftsprinzip zutiefst, ihr folgen zu müssen. Wer anderes behauptet, verwandelt die Interesselosigkeit der Wissenschaft in die Fratze der Unterwerfung. Genau das geschah im 20. Jahrhundert mit dem Wissenschaftscredo der Rassenlehre. Sie wurde eingesetzt, um das eigene Volk, die eigene Rasse, die eigene Regierung als überlegen, als zur Herrschaft berufen darzustellen. Auch die Rassentheoretiker haben damals „Follow the science“ gebrüllt, wir müssten es heute doch besser wissen, meint man. Als die Exzesse des Rassismus zu offenkundig geworden waren, verlor der Rassismus schnell seine Anziehungskraft. Er wurde sogar, weil er alles kompromittiert hatte – die Wissenschaft, die Politik, die Soziologie – still und heimlich entsorgt. Der Mythos wurde als Wahn markiert und in den Bereich des Pathologischen verschoben, so als hätte er nie etwas mit der Wissenschaft zu tun gehabt.

      Der Mythos des 21. Jahrhunderts ist der Glaube an die Klimakatastrophe, daran, dass, wenn wir nicht umkehren, die Erde unbewohnbar wird. Auch hier ein bekanntes Muster: Wer wissenschaftliche Förderung und Reputation beansprucht, kommt nicht umhin, sich an diesen Mythos zu halten. Kein Geld, keine Veröffentlichung, kein Titel, macht man sich nicht gemein mit dem Glauben an den baldigen Weltuntergang. Führende Wissenschaftler, darunter Nobelpreisträger, Meteorologen, Geophysiker, haben in einem neuen Film, der vor wenigen Wochen auf Youtube veröffentlicht wurde, genau darauf hingewiesen. Hätten sie noch eine wissenschaftliche Karriere vor sich, sie müssten sich anders äußern. Aber inzwischen sind es alte weiße Männer und sie haben nichts mehr zu verlieren. Dass CO₂ der Auslöser des Temperaturanstiegs sei, das sei noch lange nicht ausgemacht, sagen sie. Sie verwehren sich sogar gegen den Begriff Hoax und nennen diese CO₂-Besessenheit einen Scam – also reinen Betrug. Wohlgemerkt: hochrangige Wissenschaftler. Und man spürt die gute Laune – sozusagen: die fröhliche Wissenschaft –, die diese Herren – es sind nur Herren – betreiben. Ich kann jedem „Climate – The Movie“ nur eindringlich empfehlen. Er ist Balsam für die Seele. Im Gegensatz zum Rassismus, der das Eigene aufwerten sollte, hat sich der Klimamythos des 21. Jahrhunderts nun mit dem Selbsthass des christlichen Kulturkreises amalgamiert. In Kurzform: Wir sollen verschwinden, damit die Erde überleben kann. Armut ist klimafreundlich, Mobilität muss eingeschränkt, Meinungsfreiheit abgeschafft, und funktionierende Volkswirtschaften müssen ruiniert werden.

      Dass in diesem Transformationsprozess ungeheure Geldmittel freigesetzt werden, hat mit dem globalen Anspruch dieses neuen Mythos zu tun. Er ist rassen-, nationen- und religionsübergreifend und damit ideal, um Weltgeltung zu beanspruchen – und schließlich eine Weltregierung zu installieren? Sinnlose Verschwendung nicht von Milliarden, nicht von Billionen, sondern von Trillionen – man könnte auch sagen: Umverteilung – im Verbund mit einer Hybris, dass wir Menschen den Lauf der Erdentwicklung und des Weltklimas beeinflussen können, machen den Mythos des 21. Jahrhunderts so attraktiv wie eine Dystopie aus einem Science-Fiction-Thriller. Denn dieser Mythos nährt alle Dämonen, die das materialistische Zeitalter hervorgebracht hat. Der Mythos des 21. Jahrhunderts wird sicher erst dann wieder verschwinden, wenn nicht eine Prophezeiung eingetroffen und die geforderten Maßnahmen zum Niedergang der Zivilisation geführt haben. Vielleicht ist das am Ende der Grund, warum wir Deutschen wieder Vorreiter sein wollen. Wenn es um Mythen geht, denen wir bis zum bitteren Ende folgen dürfen, schreien wir gerne als lauteste „hier!“.

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    Kommentare
    Kassiopeia
    Ein tolles Gespräch mit Prof. Theisen! Was seid Ihr gut! Solche Sichtweisen hören und sich darüber selbst Gedanken machen zu dürfen!
    Meine Gedanken:
    Kultur und kulturelles Erbe und Erleben lässt sich eben nicht einfach mit einen Federstreich "umändern". Menschen lassen sich nicht wie eine Festplatte mit neuen, genehmen Werten neu bespielen.
    Was für eine Hybris, dies zu meinen. So bringt diese Hybris den westlichen Kulturen den Niedergang. Indem es möglicherwei se und wie ich fest annehme, auf demokratischem Weg, den Übergang in eine religiös geprägte, islamische Ordnung in Europa geben wird, deren Glaubensbrüder und -Schwestern sich als eine einzige Ummah sehen und denen Religion und Religiösität so enorm wichtig sind, wie es sich die mittlerweile recht gottlose, ehemalige Bevölkerung des ehemals christlichen Europas gar nicht vorstellen kann, weil ihnen dieser Hang zum Glauben und auch die Unterordnung an religiöse Regeln gänzlich fremd geworden ist.

    Kassiopeia
    Zuerst gehen Grüße an die Winckelmann-Gruppe! Schön, dass es Euch gibt! :)

    Zum Thema Arbeit möchte ich sagen, dass die Arbeiter in den "einfachen" Jobs sehr wohl sehen, dass ein großer Teil eines jeden Euro, den sie mit blutigen Knochen an Steuern erwirtschaften, von einer abgespaltenen Politiker-Feudalherren-Kaste in einem Parteien-Positionen-Karussell quasi pufdilufti in die ganze Welt verteilt wurde und auch wird und nicht zum Wohl und für die Infrastruktur und Gedeihen des eigenen Landes eingesetzt wird. Sie sehen die Vergeblichkeit, ständig mehr und für weniger arbeiten zu müssen und gleichzeitig zu wissen, - ich komme nie auf einen grünen Zweig, denn mit meiner Körperkraft und meinen Nerven soll und muss ich unendliche Massen an Blattläusen mit ernähren, die sich in allen Institutionen festgesetzt haben, um dort von den wenigen noch verbliebenen Produktiven, zu saugen.

    HZieme
    Was ist mit den Schotten los? Dass sie zu viele und zu gute Destillen haben, wäre Schottland gegenüber nicht gerecht. Mein persönlicher Reim, den ich mir auf die Vorgänge der letzten Jahre weltweit beim Zusammenlegen von Indizien mache ist, dass es offenbar doch eine Vernetzung von Finanzeliten und Weltver(schlimm )besserern gibt, die öffentlich zugängliche Planspiele abarbeiten. Die Mächtigen waren schon immer unter sich, was auch nicht verwerflich ist. Doch wenn freie Grundordnungen als ineffizient gelten und durch Transformation in eine Form von Global Governance geführt werden sollen, dann sollten wir alle achtgeben. Da wird u.a. mit Angst gearbeitet (Covid) und mit Verunsicherung (Klima, Transgender), anstatt analytisch und lösungsorien tiert an vermeintliche und echte Probleme heranzugehen.
    Ulric
    Herr Dr. Held hat die Welt der Arbeit gut und verständlich beschrieben. Leider hat er nichts zum Bürgergeld gesagt. Bürgergeld steuert das Verhalten 'der Leute' auf dem Arbeitsmarkt. Die verschleiernde Umetikettierung 'Arbeitslosengel d >> Hartz 4 >> Bürgergeld' ist gewollt. Während 'früher' Arbeitslosigkei t ein Stigma war, was einem ein schlechtes Gewissen machte und (möglicherwei se) eine Arbeit suchen lies, war 'hartzen' schon ein Ausdruck von Cleverness; 'Bürgergeld' ist dann die Krönung: Menschenrecht.
    Ulric
    Danke: "Grüne Maulfäule"
    Dr. Stefan Sellschopp
    Herrn Theisen ist uneingeschränkt zuzustimmen, wenn er sagt, daß schlechte/ schwache Minister stets schlechte/ schwache Staatssekretäre/ Generäle haben. General Kujat hatte in einer Diskussionsrund e im Servus-TV über den Ukrainekrieg gesagt, daß er gewisse Kenntnisse als Teilnahmevoraus setzung erwartet habe; diese aber offenkundig bei einigen Teilnehmern nicht vorhanden sind.

    Genau an EIngangsvorauss etzungen kranken regelmäßig TV-Diskussionsrund en. Ich habe noch nie verstanden, warum renommierte und kompetente Unternehmer/ Ökonomen, sich bspw. mit ausbildungsbefr eiten Studienabbreche rn wie Kevin Kühnert oder Ricarda Lang oder Paul Zemiak in eine Diskussionsrund e setzen und dann mit denen auch noch über volkswirtschaft liche Lösungsansätze einer in der Deindustrialisi erung befindlichen Gesellschaft sprechen.

    Wenn das so weitergeht, wird dann Ricarda Lang das Eingangsreferat über neueste Operationstechn iken bei Herzkranzgefässen halten und dann dem Fachpublikum für weitere Fragen zur Verfügung stehen?

    Ulric
    "Eingangsvorauss etzungen" Das ist vorbei. Sind TV-Diskussionsrund en / Gremien (Kohlekommissio n, Ethikkommission ) erst einmal mit Nichtfachleuten infiziert, darf man von ihnen nichts mehr erwarten.
    Winnie Schneider
    Dem schieße ich mich an und werde mir das Gespräch mit Heinz Theisen tatsächlich „einrahmen “, nämlich lokal sichern, was nur sehr selten geschieht. Denn ich halte es für eine sehr grundlegende und daher wichtige Analyse, die geopolitische und europäische bzw. deutsche Sicht zusammenführt und dabei ganz nebenher das Links-Rechts-Schema, das leider auch im Kontrafunk meist weiter sehr gepflegt wird, als überkommen einordnet und stattdessen „protektio nistisch“ und „globalist isch“ als treffenderes Begriffspaar vorschlägt (7:15 ff.). Nur eine einschränkende Anmerkung: Bei Aufklärung und Christentum gehört Russland selbstverständlich dazu und gerade nicht undifferenziert in eine Schublade mit China und der Islamischen Welt. Genau hier ist die seit über 100 Jahren offene Wunde Europas im geopolitischen Spiel zu verorten (6:13 ff.).
    Winnie Schneider
    PS. Und noch ein weiteres Extralob für Markus Vahlefeld zum mutigen Vergleich des Klimamythos mit dem Rassismus!
    konrad
    Vor 50 Jahren konnte man von einem "Job", da hieß der noch nicht so, noch eine Familie ernähren. Noch Fragen?
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    Sehr guter Beitrag mit Prof. Heinz Theisen. Es ist eben diese Gesprächsbasis notwendig, um zur infantilen aber auch gesteuerten Politik der aktuell Machthabenden einen Gegenpol aufzubauen, der aufgrund seiner Logik auch entsprechende Zustimmung in der breiten Mehrheit der Bevölkerung finden wird. Nun erlaube ich mir jedoch wieder provokant auf andere Menschen zu verweisen, die genau dieses Niveau und auch diesen Themenkreis regelmäßig diskutieren. Als aktuelles Beispiel folgendes Gespräch von vor einer Woche: https://rumble.com/v4r6u1t-kleine-hartlage-liberalismus-ns-and-globalismus.html

    Es ist absolut notwendig, Menschen wie Manfred Klein-Hartlage, Martin Sellner oder von mir aus auch einen Martin Lichtmesz in den Dialog einzubinden. Erstens, weil sie eben genau auf diese Themen auf diesem Niveau von Prof. Theisen regelmäßig diskutieren. Das andauernde Hetzfeuer gegen solche Positionen dient nur dazu, diese Themen aus dem Diskurs auszuschließen, damit sie nicht salonfähig werden. Die Deutungshoheit der Woken und deren Strippenziehern im Hintergrund muss endlich gebrochen werden, wenn es noch eine Rettung vor dem absoluten Chaos geben soll.

    Wenn nun jemand mit dem einen oder anderen Protagonisten oder deren Positionen nicht einverstanden ist, kein Problem. Um das herauszufinden, sind Diskussionen da. Doch das pauschale Diffamieren von Menschen, Positionen, Meinungen oder Gesellschaftsfo rmen dient nur dem Vorantreiben der Transformation. Bildet eine echte Gegenbewegung.

    Evamaria
    Ich lese die von Ihnen genannten alle. Kennen Sie das Buch "Europa verteidigen" von Fjordman? Ich habe vor vielen Jahren ein seltenes gebrauchtes Exemplar gekauft. Für mich eines der besten Bücher zum Thema.
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    Evamaria, kannte ich noch nicht. Danke für den Tipp.
    weka
    Guten Morgen!

    Ich musste wirklich ein paar mal genau hinhören, um zu erkennen, daß Frau Beppler-Spahl über Schottland sprach, als sie sagte, daß die Grünen die Koalition in den Abgrund ziehen, weil sie die Wähler vergraulen, sie Politik gegen die Bürger machen, ihre Politik Bürger verarmt und enteignet, während gleichzeitig Gesetze zur Einschränkung der demokratischen Meinungsfreihei t verabschiedet werden. Man könnte meinen, sie sprach von Deutschland.

    Ich bin sicher, es würde Millionen von Menschen glücklich machen, wenn die Beendigung dieser unheiligen Allianz in Schottland als Initialzündung für ein Umdenken in Europa und insbesondere in Deutschland wirkt.

    Kantapperkantapper
    Exakt das!
    Was zum Henker ist nur mit den Schotten los?

    Einen radikal denkenden, offen rassistischen Muslim als Regierungschef, die grüne Maulfäule mit in der Regierung -- massenhafte Misserfolge und Verwüstungen sind bzw. waren somit zu 1000% garantiert.

    Schwarz und "Grün" könnte unserem Land ab 2025 ja auch noch drohen. Also: Obacht!


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