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    Freitag, 10. Mai 2024, 14:05 Uhr
    Freitag, 10. Mai 2024, 14:05 Uhr
    (Wdh.19:05)

    Backstage Economy mit Gerald Markel – Wo bleibt die Zivilcourage?

    Gerald Markel im Gespräch mit Nikolai Zinke
    • Viele Entscheidungen der aktuellen politischen Entscheidungsträger hinterlassen weite Teile der Bevölkerung nur noch mit Kopfschütteln. Die Entscheidungen sind häufig widersinnig, kontrafaktisch und sehr von Ideologie getrieben. In Anlehnung an das bekannte Märchen: Der Kaiser ist zwar nackt, aber trotzdem erwächst daraus kaum Widerstand. Kaum jemand möchte es dem Kaiser auch sagen. Diese Beobachtung beschäftigt Gerald Markel immer wieder, und insbesondere fällt ihm das stumme Abwarten der jüngeren Generation auf. Wo bleibt die Zivilcourage? Ist es noch nicht schlimm genug? Gibt es soziale Mechanismen, die den Widerstand lähmen? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, hat sich Gerald Markel in dieser Ausgabe von „Backstage Economy“ bei Nikolai Zinke, Sozialpsychologe, auf die Analysecouch gelegt.

    Kommentare
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    Was die Wahrnehmung der "Ränder" verzerrt, ist die Tatsache, dass bei Corona plötzlich unterschiedlich ste Bevölkerungsgr uppen von einem Problem betroffen und deswegen vereint gegen einen gemeinsamen Gegner, eine gemeinsame Bedrohung waren. Nun kehren diese Menschen wieder in ihre Blasen zurück, was die Entfremdung der ehemals vereinten Gruppe logischerweise erkennbar werden lässt. Aus meiner Sicht ist es umgekehrt, als im Gespräch erläutert wurde. Es war die Coronazeit, das außergewöhnliche Phänomen, dass Menschen aus allen Bevölkerungssc hichten und Wählerschich ten plötzlich gemeinsame Interessen und Überzeugung en hatten. Gemeinsam auf die Straße gingen oder im Netz kommunizierten. Gemeinsame Vorbilder hatten, die gegen den Coronawahnsinn öffentlich auftraten.

    Jetzt ist quasi wieder der Normalzustand erreicht, weil die ehemals vereinten Menschen bei den aktuellen Themen nicht mehr die gleiche Sicht der Dinge haben. Sich wieder in unterschiedlich en Quellen informieren.

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    Außerdem wurden die Menschen im Coronawiderstan d von den Coronagläubigen unter anderem als eben diese Menschen eingestuft, wie Herr Markel die Menschen einstuft, die seiner Ansicht nach jetzt nicht vernünftig oder rational sind. Als Randgruppen, Covidioten, Corona-Leugner, Aluhutträger, Verschwörungstheor etiker, Schwurbler, Anhänger der Reptiloidentheo rie usw.

    Gerade nach der Erfahrung mit der Coronazeit sollte man doch sehr vorsichtig sein mit der pauschalen Verurteilung Andersdenkender . Ja, es wird viel Unsinn verbreitet. Aber was genau ist gesichert Unsinn und was Diskussionswert ? Ich glaube, da gibt es viele Überraschun gen, wenn man sich genauer mit manchen Themen beschäftigt.



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    Gute Ergänzung zu diesem Gespräch:

    „Intellekt uelle wichtigstes Ziel der C-Propaganda“ - Punkt.PRERADOVIC mit Dr. Ronald Bilik

    https://odysee.com/@Punkt.PRERADOVIC:f/240411_Bilik:5

    Ju52
    Lieber Herr Markel,
    der Kontrafunk feiert demnächst seinen ZWEITEN Geburtstag!😉

    Marschall
    Solange wir versuchen, die Welt in links und rechts zu unterteilen als wäre die Politik eindimensional, können wir nicht sinnvoll erklären warum die Dinge so sind wie sie sind.
    Ich kann die "Linken" ablehnen und die "Rechten", ohne deswegen "Moderat" zu sein.

    Womanizer
    Buchfunk sagte :
    Zum warum es keine konservative Jugendbewegung gibt: Die Antwort ist demographisch. Dank Pillenknick und Abtreibungsboom sind schlicht und einfach zu wenig junge Konservative da, um 1. von den etablierten Medien beachtet werden zu müssen (als relevantes, potentiell aufsässiges Publikum) und 2. zu wenige, um Wirkung so entfalten zu können, wie es geburtenstarke Jahrgänge in Woodstock mühelos, barfuß und bargeldlos tun konnten. Man sieht es an Sellner. Er ist brillant (im Gegensatz zu Dutschke), aber die, die sich zu ihm bekennen sind - aus rein demographischer Verknappung - so wenige, dass sie nicht ins Gewicht fallen, keine Wirkung entfalten können.


    Quatsch. Natürlich gäbe es genug junge Menschen, die konservativ sind, die AfD ist ja inzwischen die beliebteste Partei bei den 18 bis 30 jährigen. Aber anders als die paar Gestalten, die sich auf die Straße kleben, wird der konservativen Generation medial kaum Beachtung geschenkt, während die links grüne Minderheit überproport ional viel Aufmerksamkeit erhält.

    Josef Brodacz
    Empfehlenswerte s dazu, warum Konservative, und damit auch die doch noch in höherem Maße faktenbasierten Naturwissenscha ften in der Regel den Kürzeren ziehen gegen die politisch korrekt-korrumpierten, omnipräsenten Geschwätzwissensc haftler*Innen, die überwiegend steuergeldgefüttert im öffentliche n Sektor "arbeiten", von Politik, ÖRR, "Qualitätsmedien", Kammern, Kirchen, Kulturbetrieb, NGOs, und daher den gesellschaftspo litischen Diskurs mit ihrem kulturmarxistis chen Schmarrn von Gleichheit, Gerechtigkeit etc. nach Belieben dominieren:

    "Warum Konservative immer verlieren." Alex Kurtagic, aus der Kaplaken-Reihe, Antaios-Verlag.
    "Nachrichten aus der Pathologie. Das imperial-suizidale Syndrom der Deutschen." Knut Kleesiek, Manuscriptum-Verlag.

    Gast
    Ein Interview mit Frau Pracher-Hillander fände ich mal interessant! Die habe ich als richtig gut in Erinnerung behalten.
    Gast
    Was für ein Quatsch, das mit der Apokalypse und Lust am Untergang... Es sind Fakten. Welchen Sinn macht es, die Augen zu verschließen, wenn die nun mal (Bsp. WHO) tatsächlich dergleichen planen? Das wäre bloß naiv.
    Mannomann...
    Ich bin gespannt, was Sie sagen, wenn das Digitale Zentralbankgeld mit Sozialpunkten da ist, die WHO den Ton angibt, wir hier einen Krieg haben oder alle vergiftet wurden.

    Josef Brodacz
    Zu "Akademikerkaste " möchte ich folgende Differenzierung vorschlagen:
    1. Naturwissenscha ftlich Gebildete (MINT)
    2. Geisteswissensc haftlich Gebildete (überwiegend Geschwätzwissensc haften)
    Nicht zufällig reüssieren gerade bei den Grünen Zweitere, oft dazu noch mit abgebrochenem Studium. Von Theaterwissensc haften, Germanistik bis zu Politik, Publizistik.
    Fächer, in denen heute primär eines wichtig ist: die richtige Haltung. Und nicht sosehr kritisches, unkonventionell es Denken.
    Für unsere Bildungspolitik gilt seit Jahrzehnten: je mehr Akademiker, umso erfolgreicher ist sie. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde sukzessive an einem Rad gedreht: permanente Absenkung des Niveaus. Sowohl jenes für das Abiturs als Studienberechti gung wie für das Studium selbst.
    In den Geisteswissensc haften, in die eine immer größere Schar immer dümmerer Abiturienten strömt, weil sie die kognitiven Voraussetzungen für die MINT-Fächer auch gar nicht erfüllen würden, geht es längst nicht mehr um intellektuelle Brillanz und wissenschaftlic he Redlichkeit, sondern vor allem um die richtige, korrekte Haltung. Und die hat stramm woke und links-grün zu sein.
    Während MINT-Absolventen in der Regel kein Problem haben, sofort relativ gutbezahlte Jobs in der Wirtschaft zu finden, bleibt einer wachsenden Schar von Geschwätzwissensc haftlern meist nur eines: die Existenz als Made im rapide wachsenden ärarischen Speck.

    Marschall
    Ich möchte eingreifen, auch im MINT-Bereich ist der Arbeitsmarkt vollkommen übersättigt mit Akadamikern. Sie werden schlicht nicht gebraucht und konkurrieren weitgehend auf Stellenangebote für Ausgebildete, welche bevorzugt werden da man die Akademiker für die gleiche geforderte Leistung deutlich besser bezahlen müsste.
    Die Organisationsss truktur jedes Unternehmens ist eine Pyramide, das spiegelt hierarchisch die Gesellschaft wieder. Unsere Pyramide ist mittlerweile ein Quadrat, wo 1/3 der Erwerbsfähigen einen akademischen Abschluss haben und auch erwarten eine entsprechende Anstellung/Vergütung zu erhalten, obwohl bestenfalls 5-10% Akademiker benötigt und sinnvoll untergebracht werden. Eine Inflationierung der Qualifikationen , insbesondere eine künstliche, sorgt nur dazu, dass man viel Geld in Menschen steckt die dann dorthin abwandern wo sie eine adequate Anstellung finden.

    Josef Brodacz
    Und dieser Speck, der ununterbrochen vom Steuergeld hart arbeitender Menschen gespeist wird, bietet nun wirklich Möglichkeite n für allerlei Talente: in der Politik, in Universitäten, als Lehrer, in Bürokratie, Kammern, in der wuchernden Sozialwirtschaf t, in unzähligen NGOs, als Beauftragter und Experte für eh alles – von Klima, Gleichstellung, Antisemitismus, Rechtsextremism us bis zu Migration.
    Diese seit Jahrzehnten stattfindende kulturmarxistis chen Durchdringung der gesamten Gesellschaft mit quasireligiösen Dogmen, von Gleichheit, Gerechtigkeit bis zu Klima-Schmarrn, läuft nach Plan. Sie ist gewollt, von permanenter Enteignung der Bevölkerung mittels Fiat-Geld bis hin zum Bevölkerungsau stausch. Gewollt von einigen wenigen, die im Hintergrund auf supranationaler Ebene die Fäden ziehen. Und die sich willfährige Politiker halten wie einst Potentaten ihre devoten Hofschranzen.

    Im übrigen bin ich froh, solange sich die vom System mißbrauchten und teilweise auch von ihren klimaaktiven Elter*Innen verblödeten Kinder auf die Straße kleben, um das Klima zu retten. Und deswegen nicht auf die Idee kommen, gegen unser aktuelles Pensionssystem zu demonstrieren, das ihnen einst ihre Haare vom Kopf fressen wird.

    Denn das könnt´ ja auch meiner Pension schaden....

    Gast
    Wenn Sie da mal den richtigen Gast haben, bin gespannt.
    An sich würde ich sagen, dass es viel mit Anpassungsdruck und Arbeitsmarktdru ck der jüngeren Generation zu tun hat.
    Schlechte Schulbildung führ zu schlechtem Selbstbewusstse in - die Jungen wissen oder ahnen, dass sie eigentlich nichts können. Dann lernen sie, wie wichtig ihr Lebenslauf, Auszeichnungen, Noten, Praktika und deren Zeugnisse, ... sind, um überhaupt am Ende oben zu schwimmen. Die "Proteste" wiederum nimmt ja jeder wahr als welche zu Klima oder Diversity, also was sollen diese Menschen dann tun? Sie haben nichts (Wertvolles) gelernt, haben Bullshit vermittelt bekommen, wurden, wenn überhaupt, Richtung "Gut-Mensch" und Schuldgefühle erzogen, definieren sich über Photos und Reisen, sind teilweise vielleicht auch von zuhause gepampert, was nützt ihnen da Protest? Gewissermaßen "protestieren" sie mit ihrem Spießertum ja sogar, gegen die "Individualisten " und Freiheitslieben den der vorherigen Generationen.

    Gast
    Sind nicht die Linken und Intellektuellen genau die, die traditionell das Potential mitbringen, auf die Straße zu gehen? Ich denke von Anfang an, dass dies der Grund war, warum man ausgerechnet diese beiden Gruppen so sehr ins Visier der Prop. genommen hat.
    Die "Manager", von denen Herr Markel spricht, haben den Protest vielleicht einfach nicht in ihrer DNA.

    Die "Gebildeten" sind die, die besonders viel Wert auf sozialen Status legen, insofern verfängt das Bashing und Frameing bei denen besonders gut - viel diskutiertes Phänomen, meine ich, warum die besonders mitgelaufen sind. Sie haben auch am meisten zu verlieren, wenn sie ein System in Frage stellen, das ihnen (im besten Fall) bisher gewissen sozialen Status gewährt. Außerdem sind die Gebildeten nicht deckungsgleich mit den Intelligenten. Oft verfügen sie einfach nur über mehr Sitzfleisch, mehr prozedurales (und weniger kreatives) Denken, weniger Bauchgefühl. Sie legen Wert auf Institutionen, Professoren-Titel, Namen, sie schauen die Tagesthemen, lesen die ZEIT, und definieren sich über ihre vermeintliche "Informiertheit". Sie gehörten, wie gesagt, auch besonders zur Zielgruppe der Prop. (s.o.).

    Im Enneagram der "fünfte" Typ ist einer, der gerne in die "Bildung" geht. Und das ist gleichzeitig ein Kopf-Mensch, ein Angst(!)-Mensch.
    Zivielcourage nimmt ab: Wir haben erlebt, dass wir damit kein Recht bekommen. Zu Beginn von "C" waren wir noch gutgläubiger.

    Alles nur meine Meinung/Erfahrung/Sicht darauf.

    Gast
    Guter Punkt aber des Gastes, dass es keine Musikrichtung oder andere coole Identifikations möglichkeite n für das Konservative gibt.
    Ich frage mich, ob die Proteste der Vergangenheit, die wir alle vor Augen haben, vielleicht auch "gesteuert" waren? Hier gab es schließlich viel Pop, der das unterstützte (Bsp. 68er...). Heute jedenfalls ist es unübersehbar, dass da mächtige Financiers hinterstecken, Fridays for Future usw. wurden mitnichten an der Basis gegründet.

    Gast
    Herr Markel, ich glaube, an der einen Stelle zu Beginn fahren Sie Ihrem Gast zu Unrecht über den Mund. Er wollte, meine ich, nichts Gegenteiliges sagen, als er davon anfing, was medial(!!) als Bild transportiert werde. Er sagte ja nicht, dass das die tatsächliche Mehrheit der Jugend spiegele.
    Zu Ihrer Frage aber: Ich denke, dass es psychologisch/soziologisch einfach schlecht zusammenpasst, konservativ zu sein und auf die Straße zum Protestieren zu gehen. Können Sie sich das vorstellen? Angepasste, auf konservative Werte (und vor allem ihr eigenes privates Fortkommen) ausgerichtete junge Menschen, die dann mit Plakaten und Sprechchören auf der Straße sind? Ich tu mir mit der Vorstellung schwer

    Gast
    Ich bekämpfe, zu Beginn der Sendung, gerade etwas meine Vorurteile. Modernisierung der digitalen Prüfungen klingt für mich einfach selbst nach "Sklave des Systems und der Agenda" und wenig nach Analyse emotionaler innerpsychische r oder sozialer Prozesse. Aber das ist nur so ein Bauchgefühl von mir.
    venabili
    Na, Herr Markel, ich hoffe, Sie mussten nicht zuviel für die Analysestunde bezahlen :-) . Da braucht es schon einen Analytiker mit mehr standing, um Ihrem Zorn Paroli zu bieten. So ganz festlegen mochte sich der Herr Zinke ja nicht.
    Was nicht angesprochen wurde: Die Diskrepanz zwischen "indigenen" Jugendlichen und migrantischen. Da baut sich mittlerweile eine insbesondere muslimische Dominanz auf, dem man als junger Mensch mit konservativen "westlichen" Werten nichts entgegenzusetze n wagt. Abgesehen davon, dass Konservativismu s hauptmedial ja sowieso sofort rechts gebrandmarkt wird!

    Buchfunk
    Zum warum es keine konservative Jugendbewegung gibt: Die Antwort ist demographisch. Dank Pillenknick und Abtreibungsboom sind schlicht und einfach zu wenig junge Konservative da, um 1. von den etablierten Medien beachtet werden zu müssen (als relevantes, potentiell aufsässiges Publikum) und 2. zu wenige, um Wirkung so entfalten zu können, wie es geburtenstarke Jahrgänge in Woodstock mühelos, barfuß und bargeldlos tun konnten. Man sieht es an Sellner. Er ist brillant (im Gegensatz zu Dutschke), aber die, die sich zu ihm bekennen sind - aus rein demographischer Verknappung - so wenige, dass sie nicht ins Gewicht fallen, keine Wirkung entfalten können.

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