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Flg.7: Wie Meinung entsteht

Der Medienwissenschaftler und Philosoph Norbert Bolz, der Germanist und Erziehungswissenschaftler Peter J. Brenner sowie die Historikerin Gudula Walterskirchen diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über die Schwierigkeiten, unter dem Dauerfeuer der Propaganda eigene Überzeugungen zu gewinnen. Außerdem geht es um Unbildung als Karrieremodell, Masken für die Ewigkeit und die Präsidentenwahl in Frankreich.

Kommentare
Maksimowitsch
Bemerkenswert finde ich auch die Aussage von Norbert Bolz:

«Jeder der an etwas anderes denkt als an "Appeasement" gilt dann sofort als Kriegstreiber, und damit ist schon wieder eine Diskussion über politische Alternativen völlig ausgeschlossen. Das erleben wir um Grunde bei allen grossen Themen der letzten Jahre und Jahrzehnte [Klimakatastrophe, Killervirus, drohender Atomkrieg]. Das sind (…) Totschlägerbegriffe, Totschlägerszenarien, die auch so gedacht sind, dass jede Diskussion im Keim erstickt wird.»

Völlig einverstanden, Herr Bolz.

Allerdings scheinen Sie nicht gemerkt zu haben, dass Sie mit "Appeasement" einen ebensolchen Totschläger-Begriff verwendet haben. Wer diesen Begriff verwendet, erstickt die dringend notwendige Diskussion im Keim, wie wir wieder dahin kommen, mit Russland einen respektvollen Dialog zu führen, der uns nicht erst mit der Ukraine-Krise verloren gegangen ist, sondern schon vor sehr vielen Jahren. (Und die Gründe dazu einseitig bei Russland zu suchen würde

Maksimowitsch
↑ …viel zu kurz greifen. (Sorry, da ging mir wohl der Platz für die Buchstaben aus.)​​​​​​​​​​​
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Maksimowitsch
Trotz der sehr angenehmen Differenziertheit fand ich einige Stellen des Gesprächs stellenweise kaum erträglich.

Offenbar besteht bei allen Diskutierenden von Russland immer noch der Eindruck, es sei im kapitalistischen Elend der 90er steckengeblieben, es wird als "Tyrranei" bezeichnet und mit Nordkorea und China in eine Reihe gestellt.

Lassen Sie mich raten: Keiner von den dreien war in den letzten 10 Jahren mal in Russland. Und vermutlich unterschätzen alle drei die Anti-Russland-Propaganda, mit der in den letzten 20 Jahren auf uns eingedroschen wurde, kolossal.

Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen sagen: Die Beliebtheit Putins ist darauf zurückzuführen, dass es den Russen so gut geht wie vermutlich noch nie in ihrer ganzen Geschichte. Weil die Russen unter Putin nicht nur Sicherheit, sondern – ja! – Freiheit erlangt haben.

Sie glauben es nicht? Fahren Sie mal nach Russland und reden Sie mit den Leuten.


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